Der Jäger

Foto: verblichenes Geweih an einer Holzhütte
alte Federzeichnung. Jägerstudie, Jäger mit Pfeil und Bogen
1669 – [Claude Lorrain]

Die Arbeit der Jäger.
In den Anfängen der Menschheitsentwicklung gehörte das Jagen und Erlegen von Tieren zwecks Nahrungs- beschaffung zu den Notwendigkeiten des Überlebens. Auch die Felle wurden zu Kleidung verarbeitet und aus manchem Knochen wurden Nadeln o.ä. hergestellt. Diese Notwendigkeit reduzierte sich, als die Menschen sesshaft wurden, Tiere zu domestizieren anfingen, und andere Techniken entwickeln. Nicht selten wurde dann auch gejagt, um Felder oder Ansiedlungen vor wilden Tiere zu schützen. Aber auch zusätzliches Fleisch von Wildtieren (Wildbret), Pelzwerk und Jagdtrophäen blieben unabhängig davon über die Jahrhunderte hinweg für Menschen interessant.


Berufsbezeichnungen

Jäger, Jägerin, Grünrock (umgspr.), Hubertusjünger, Jägerbursche, Jägersmann, Jägermeister. Waidgenosse, Waidmann, Weydmann, Wildschütz

in anderen Sprachen
Albanisch:Gjahtar
Bulgarisch:ловец
Dänisch:Jæger
Englisch:hunter, huntsman, predator
Esperanto:ĉasisto
Estnisch:Jahimees
Finnisch:metsästäjä
Französisch:chasseur
Griechisch:Κυνηγός
Hebräisch:Nimrock
Isländisch:veiðimaður
Italienisch:cacciatore
Kroatisch:Lovac
Lateinisch:latro, venator
Lettisch:Mednieks
Litauisch:Medžiotojas
Litauisch:Medžiotojas
Luxemburgisch:Jeeër
Niederländisch:Jager
Norwegisch:jeger
Polnisch:myśliwy, Łowca
Portugiesisch:caçador
Rumänisch:vânător
Russisch:охотничий
Schwedisch:jägare
Serbisch:ловац
Spanisch:cazador, montero
Tschechisch:lovec, myslivec
Türkisch:Avcı
Ungarisch:vadász
US-amerikanisch:ranger
Walisisch:Heliwr

Spezialisierungen:   Bärenjäger, Beizjäger, Büffeljäger, Nashornjäger, Pelzjäger, Robbenfänger, Walfänger,
verwandte Berufe:    Falkner, Förster, Wildhüter



Die Waffen der Jäger

Illustration: verschiedene Jagdgewehre
1906 [Meyers Konversationslexikon]

Gewehre
Büchse = Jagdgewehr

Messer
Genickfänger (auch: Nickfänger, Nicker, Weidmesser),
Hirschfänger

Jagdformen ohne Gewehr
Jagdformen ohne Gewehr

Tierfallen, Lockmittel und Zubehör

Pfahleisen: für Raubvögel
Fangeisen (auch: Tellereisen)
Gehörnstange = Parierstange
Habichtskorb
Hasenquäke: zum Anlocken
Hirschruf: zum Anlocken
Jagdhorn (Parforce-Horn, Waldhorn, Flügelhorn, Rüdenhorn, Hiefhorn, Jagdzink)
Lappen: für die Lappjagd (Federlappen, Tuchlappen)
Rehfiepe: zum Anlocken
Saufeder
Schlingen
Hängedohne (auch: Dohnenschlinge, Dohne)


Jagdsignale – Jagdhornzeichen

antikes Jagdhorn

Halali

  • Aufbruch zur Jagd
  • Jagd vorbei
  • Flugwild ist tot
  • Hirsch tot
  • Reh tot
  • Sau ist tot

Jagdstände


Redewendungen und Sprichwörter

  • Auch der beste Jäger kann nur Rehe schießen, wo es deren gibt.
  • Der geschickteste Jäger kann keinen Rehbock schießen, wo es nur Hasen gibt.
  • Der Jäger gehört in den Wald.
  • Der Jäger hat seine Zeit und das Wild hat seine Zeit.
  • Ein blinder Jäger fängt keine Füchse.
  • Je schlechter der Jäger, je schlimmer der Hund.
  • Auf einer Jagd fängt man nicht alles Wild.
  • Alte Jäger hören noch gern blasen.
  • Dem Jäger ist die Flinte kein Spielzeug.
  • Auch der beste Jäger kann nur Rehe schießen, wo es deren gibt.
  • Der Jäger gehört in den Wald.
  • Der Jäger hat seine Zeit und das Wild hat seine Zeit.
  • Der Jäger macht den Hund, nicht der Hund den Jäger.
  • Der Jäger muss nicht alles auf dem Horn ausblasen, was er im Walde sieht.
  • Es ist ein schlimmer Jäger, der seinen Hund schießt statt des Hasen.
  • Ein Jäger treibt dem andern das Wild zu.
  • Ein blinder Jäger fängt keine Füchse.
  • Wenn der Jäger den Hund muss tragen, wird er nicht viel Hasen jagen.
  • Ein guter Jäger jagt in keinem abgeschossenen Walde.
  • Ein guter Jäger spürt genau.
  • Wer mit Jägern gehen will, der muss hetzen.
  • Ein kühner Jäger fürchtet keinen Wolf.
  • Ein Jäger, der zwei Hasen zugleich jagt, erhält keinen.

Bücher über die Jagd


Verschiedenes

neun Abbildungen zur Jagd
1848-1898, München – [Verlag Braun & Schneider]
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