Der Armbruster

Farbfoto: Spätmittelalterliche Armbrust, vermutlich deutscher Herkunft - ca. 1550-1600

Die Armbruster gehörten zu den Waffenmachern
und waren – wie ihre Betitelung unschwer erkennen lässt –
auf die Anfertigung von Armbrüsten spezialisiert.


Berufsbezeichnungen

Armbruster,   Armbrustmacher,   Palestermacher


Gemälde: Niels Ebbesen zu Pferd mit Armbrust - 1894, Dänemark

Anzeige


gemalte Armbrust

Die Armbrust

Die Armbrust ist eine Weiterentwicklung vom Pfeilbogen.
Für den Schaft der Armbrust wurde meist hartes Eibenholz (später auch Metall) verwendet. Der Bogen der Armbrust bestand aus Holz, Horn, Fischbein oder Metall.
Mit einer Darmsaite oder einem Hanffaden wurde der Bogen mithilfe einer sog. drehbaren Nuss gespannt. Damit konnte ein Geschoss (Pfeil, Kugeln aus Blei, Ton, Marmor, Lehm, sowie Bolzen) abgeschossen werden. Die Armbrust erreichte eine relative große Weite und galt damals als Fernwaffe.

Varianten:

  • Arkuballiste
  • Ballester
  • Geißfußarmbrust
  • Karroballisten
  • Schnäpper
  • Turmarmbrust
  • Valester
  • Wagenarmbrust

Fachbegriffe der Armbruster:

Schaft (Säule, Rüstung), Bogen (Bügel), Geschoss, Stecher, Nuss, Spanner, Geißfuß, Handwinde, Sehne, Doppelsehne, Visierklappe, Schneller (Drücker), Kolben


Zeichnung: italienisches Armbruster Siegel aus Bronze - spätes 13. Jh
Scroll to Top