Der Pfannenschmied gehört zu den sogenannte Kaltschmieden und war früher der Spezialist für das Herstellen von Eisenpfannen in allen gewünschten Größenordnungen.

Schmied, Pfannenschmied, Kaltschmied, Eisenpfanne

1698 [Christoph Weigel]

Sieht man sich in der Werktstatt des Pfannenschmiedes um, so erblickt man zunächst in deren Mitte einen schweren, hohen Holzblock und auf diesem […] den Amboß. An den Wänden hängen allerlei Hammer, die  alle halbkugelförmig sind, und dazu noch vielerlei Meißel, Feilen usw.
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Aus einer großen Eisenblechplatte schneidet oder meißelt der Schmied zunächst eine Scheibe, deren Rand auf dem Amboß durch kräftige Hammerschläge nach und nach umgeleget oder gefalzt wird. Zuletzt wird dann der Griff gehämmert und angenietet. Nachdem die rauhen Ränder glatt gefeilt sind, ist die Pfanne fertig.
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Der Pfannenschmied arbeit kalt, daß heißt, er glüht sein Eisen nicht in einer Esse. Hin und wieder wird auch eine durchgebrannte Pfanne geschickt, die der Meister wieder in Ordnung bringen muss. Wie billig ist heute dagegen die Fabrikware, und wer gibt wohl heute noch Pfannen zum Flicken! Für das Geld würde man sicherlich schon eine schöne neue bekommen!“
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[Hrsg. Ernst Bock: Alte Berufe Niedersachsens. 1926]

Schmied, Pfannenschmied, Eisenpfanne

reparierte Eisenpfanne: Eisenblech am Boden (innen) vernietet

Der Pfannen-Schmied
Wer will zwischen Sünden einen Reinen finden?
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Pflicht, flieht unkeuscher AugenFlamen!
Trift Lust und Freyheit da zusamen:
So steht die Pfanne bey der Glut.
Wird nun nicht bald das Feur zerissen,
so macht es russig das Gewisserte,
und Sünden strudlend Herz u. Mut.

 

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Die ‚Hausbücher der Mendelschen Zwölfbrüderstiftung, zu Nürnberg‘ belegen, dass es
mindestens seit dem Mittelalter in Klöstern Ordensbrüder als Pfannenschmiede gab, welche hammergeschmiedete Eisenpfannen anfertigten und folglich selbige auch in Gebrauch waren.

 


Berufsbezeichnungen der Pfannenschmiede

Pfannenschmied,   Blechschmied,   Kaltschmied   –   veraltet:   Pfanschmidt,   Pfanschmit,   Pfannenschmidt

 

Verschiedene Formen von Eisenpfannen

Eisenpfannen

1 – Bratfanne mit Schnabelstiel
2 – Bratfanne mit Hakenstiel
3 – Bratfanne mit extra hohem Rand und Holzgriffsziel
4 – kleines Butterschmelz- und Zwiebelpfännchen
5 – Bratfanne mit zwei Griffen
6 – längliche Fischbratpfanne mit zwei Griffen
7 – Schmor- und Dampfnudelpfanne/-topf mit hohem Rand und zwei Griffen
8 – Pfanne mit rundem Boden (Eisen-WOK) und zwei Griffen
9 – Pfanne mit rundem Boden (Eisen-WOK) und Holzgriffstiel

 

Bis heute gelten aus einm Stück geschmiedete Eisenpfannen ob ihrer hervorragenden Brateigenschaften  unter Profiköchen und Kennern als unübertroffen. Das natürliche Element Eisen besitzt eine sehr gute Wärmeleitfähigkeit – was unter’m Strich einen geringerer Energieverbrauch zeitigt – und eine hohe Widerstandsfähig gegen mechanische Beanspruchung, was sogar Schneiden das Bratgutes in der Pfanne ohne Schäden ermöglicht. Außerdem sind sie für alle Herdarten (auch Elektro/Ceran und Induktion) geeignet, sowie im Ofen, auf dem Grill oder am offenen Feuer verwendbar.

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Eisenpfanne

Eisenpfannen einbrennen

Sehr wichtig ist das sogenannate Einbrennen bevor eine Eisenpfanne zum Braten von Fleisch oder Gemüse zur Nutzung kommt. Durch das dabei verwendetes Speise-Öl entsteht eine Fett-Kohle-Patina als Versiegelung, die gleichzeitig als natürliche Antihaftbeschichtung wirkt. So behandelt hat man einen sehr lange haltbaren ‚Küchenhelfer‘.

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