Die Weinbauern & Winzer bauen Weintrauben an und verarbeiten diese zu Wein.
Nach der Ernte, der sog. ‚Weinlese‘ werden die Trauben ausgepresst und im Gärungsprozess entsteht dann der Alkohol.

Im alten Ägypten wurde bereits 3500 v.Chr. Weinbau betrieben. Durch die Griechen wurde der Weinanbau in die Regionen um das Mittelmeer gebracht und kam durch die Römer bis an Rhein und Mosel. Mit der Verbreitung des Christentums haben Benediktinermönche den Messweinbedarf sichergestellt, und wir finden sogar in Litauen und Skandinavien Anbaugebiete.

Wein wiWinzer, Weinanbau, Weinrd durch alkoholische Gärung aus Traubensaft gewonnen. Zuerst werden die Trauben durch Treten mit den Füßen und später in Pressen zerquetscht, um anschließend die Maische zu entsaften. Dann wird der Most (Saft) mit Zusatzstoffen zur Gärung eingelagert. Durch Zusatz von Hefe setzt die Gärung spontan ein, und der in den Trauben enthaltene Zucker wird zu Alkohol umgesetzt. Der Böttcher lieferte die Holzfässer für Lagerung und Transport des Weines. An den fürstlichen Höfen und in den Klöstern war der Weinverbrauch immens hoch.

(Weinmaß: 1 Fuder = 990 Liter, 1 Stück = 1200 Liter)

 


Berufsbezeichnungen der Winzer

Winzer,   Weinbauer,   Weingärtner,   Weinzierl,   Rebmann,  Kalterer,   Kelterer

 

Weinberg und Weinlese

 


Die Weinpressen der Winzer

 

 

„… Hier ist ein Mann beschäftigt, die Weintrauben auszupressen. Er thut die Trauben in den grossen, viereckigen Kasten, über dem sich eine dicke, hölzerne Schraube befindet. Unter derselben ist ein Querbrett, das genau in die Oeffnung des Kastens hineinpasst, und durch die Schraube seht ihr eine Stange gesteckt. Indem der Mann die Stange herumdreht, nähert sich das Querbrett immer mehr den Trauben, bis es sie unmittelbar berührt und durch immer tieferes Herabdrücken sie endlich zusammenpresst. Der ausgepresste Saft, welchen man Most nennt, läuft in das danebenstehende, runde Fass, und aus demselben wird er in die neben der Weinpresse liegenden Tonnen gefüllt. Dies wird dann Christian auf den Wagen bringen, der vor der Gartenthür steht, um sie in die Kellerei zu fahren, wo der Wein zum Gähren aufgelagert wird. Wenn der Wein gährt, so wirft er Schaum und Blasen auf und reinigt sich dadurch selbst von allen fremdartigen Bestandtheilen. Ist die Gährung erfolgt, so wird der Wein andere Fässer gethan, in welchen er eine Zeit lang liegen bleiben muss, ehe man ihn auf Flaschen füllt. Je länger der Wein lagert, desto besser und stärkender wird er.“

[Volksschul-Lesebuch, Milwaukee  –  G. Brumder, 1896]


heiliger Schutzpatron der Winzer

Urban I.

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