Der Handschuhmacher

sw-Illu: viele verschiedene Handschuharten

Die Arbeit der Handschuhmacher.

verschiedene Handschuharten
1920-22, Frankreich, [Larousse]

Seit 2011 gibt es in den Deutschland den Beruf des Handschuhmachers nicht mehr.


Berufsbezeichnungen

Handschuhmacher, Handschuhmacherin, Hennschingmacher (südhessisch), Hantscher, Móscheri (tirol.), Muschier (tirol.) , digitalarius,

in anderen Sprachen
Englisch:glovemaker, glover
Französisch:ganier
Italienisch:guantaio
Lateinisch:Gloverus
Niederländisch:handschoenmaker
Polnisch:rękawicznik
Portugiesisch:luveiro
Rumänisch:mănușar
Russisch:перчаточник
Slowakisch:výrobcu rukavíc
Tschechisch:výrobce rukavic
Ungarisch:kesztyűs

Spezialisierungen:   …,   …,   …
verwandte Berufe:   Gerber, Schneider


Zeichen und Symbole

Zunftwappen, Zunftzeichen, Handschuhmacher
1898

Sammelbild: Handschuhmacher
[Tengelmann-Sammelbild]

Der Hautscher um 1575.
Der Handschuh galt im Mittelalter neben dem Marktkreuz als königlich Zeichen. Damals war er wohl meist aus Metall, hatte die Kampffaust im Streite zu schützen.
Um 1300 erscheint dann der zünftige Hantscher,
dessen Gewerbe jedoch erst viel später von einigem Rang,
darin mitunter auch Frauen tätig.
Es war das Handwerk meist schwach nur besetzt.
Schutzheiliger war ihm St. Otto, der Bischof von Bamberg, Apostel der Pommern.


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Materialien und Werkzeuge der Handschuhmacher

Leder (Fell genannt), Nähmaschine, Schere, Schablonen, Stanze

Handschuhschneideform
1877
Handschuhgestell
1887

Arbeitsschritte

Handschuhrohling
1887

dollieren (Leder abschaben)
fentieren (Zuschnitt ausstanzen)
allongieren (Ränder beschneiden)

Zuschnitt eines Handschuhe und Werkstatt
1825 – [Diderot]

gesundheitliche Risiken

Wenn der Handschuhmacher mit Blei präparierter Häuten verarbeitet, kann es beim Zerschneiden des Leders dazu führen, das der Handwerker giftige Stoffe wie Bleiglätte, Oxyclorid und Chromat einatmet, welches zu gesundheitlichen Schäden führen kann.


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