Die Arbeit der Handschuhmacher.

verschiedene Handschuharten

1920-22, Frankreich, [Larousse]

Seit 2011 gibt es in den Deutschland den Beruf des Handschuhmachers nicht mehr.


Berufsbezeichnungen

digitalarius, Handschuhmacher, Handschuhmacherin, Hennschingmacher (südhessisch), Hantscher, Móscheri (tirol.), Muschier (tirol.)
glover (engl.), glovemaker (engl.)

Zeichen und Symbole

Zunftwappen mit zwei weißen Handschuhen

1898


Sammelbild: Schwein stößt Arbeitstisch mit samt dem Handwerker um

Der Hautscher um 1575.
Der Handschuh galt im Mittelalter neben dem Marktkreuz als königlich Zeichen.
Damals war er wohl meist aus Metall, hatte die Kampffaust im Streite zu schützen.
Um 1300 erscheint dann der zünftige Hantscher,
dessen Gewerbe jedoch erst viel später von einigem Rang,
darin mitunter auch Frauen tätig.
Es war das Handwerk meist schwach nur besetzt.
Schutzheiliger war ihm St. Otto, der Bischof von Bamberg, Apostel der Pommern.

 

 

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Materialien und Werkzeuge der Handschuhmacher

Leder (Fell genannt), Nähmaschine, Schere, Schablonen, Stanze


Arbeitsschritte

Handschuhrohling

1887

dollieren (Leder abschaben)
fentieren (Zuschnitt ausstanzen)
allongieren (Ränder beschneiden)


gesundheitliche Risiken

Wenn der Handschuhmacher mit Blei präparierter Häuten verarbeitet, kann es beim Zerschneiden des Leders dazu führen, das der Handwerker giftige Stoffe wie Bleiglätte, Oxyclorid und Chromat einatmet, welches zu gesundheitlichen Schäden führen kann.

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