vier Gürtel aus Leder

1908

Der Gürtler beschlug Gürtel und Wehrgehenge zum Schutz vor zu schneller Abnutzung mit Messing, Silber, Kupfer oder Gold. Auch stellten sie die Schließen, Beschläge, Schuhspangen, Knöpfe und Gürtelschnallen her. Außerdem montierte er Tabak- und Tündeldosen in seiner Gürtlerei.


Berufsbezeichnungen

Gürtler, Gürtlerin, Feinblechner, Gürtelmacher, Metallbildner, Riemenschneider, Riemer
gurteler, girtler, gordeler, gürtteler, gürtelmächer, gorteleren
belt maker (engl.)

verwandte Berufe: Gelbgießer, Metallknopfmacher, Bügeleisenhersteller, Knopfpresser, Clausurenmacher, Nadler, Silberschmied


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Werkzeuge der Gürtler

Gürtlehobel, Lochzange


Sammelbild: ein Riemer auf seinem Hocker sitzend und einen Gurt lang ziehendDer Riemenschneider.
Enge verbunden mit Sattlern und Gürtlern waren die Riemer in Arbeit und Brauch,
ferner standen sie Ranzelern nahe, welche die Felleisen nähten,
und dann den Zaumschlägern auch.
Diese Gewerbe sind schwer nur zu trennen, wirken sie häufig doch alle gemeinsam.
Die Riemenschneider machten meist das Zaumzeug und Geschirr,
die Riemen, Sielen für die Pferde.
1346 kannte schon Frankfurt ihr löbliches Tun.
1396 gab ihnen Lübecks Rat Ordnung und Amt.
(Tengelmann-Sammelbild. Wahrhafftige und Eigentliche beschreibung von den Ständen, Zünften und Handwercken um 1575.)

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