Der Holzfäller ist eine traditionelle Bezeichnung für einen sehr alten Beruf, der früher eher unter dem Namen Holzhauer bekannt war. Die Aufgabe eines Holzfällers liegt im Fällen von Bäumen und deren Vorbereitung für den Abtransport durch Flößer oder direkt ins Sägewerk.

Holzfäller, Holzschläger, Stabschläger, Waldarbeiter

1910 – [Ferdinand Hodler]


Berufsbezeichnungen für Holzfäller

Holzfäller,   Holzschläger,   Fäller,  Holzhauer ,  Holzhacker, Holzspälter, Johnhauer, Holzmacher, Holzscheiter,
veralt.: holzhewer, holthouwer, holtzhower, holtzhauer, Stabschläger,
engl: lumber jack, logger, wood cutter, timberjack, timber worker, tree feller
amerik.: faller
kand.: tree harvester
dän.: skovhugger
fin.: metsuri
franz.: bûcheron
isl.: skógarhöggsmaður
ital.: taglialegna
kroat.: drvosječa
ital.: lignarius, lignator
ndl.: houthakker
norw.: tømmerhogger
port.: lenhador
rum.: tăietor de copaci
russ.: дровосек
schwed.: skogshuggare, timmerhuggare
ungar.: favágó

verwandte Berufe:   Flößer,   Sägewerker, Holzhänder, Holzträger, Forstarbeiter, Waldarbeiter, Baumhauer (der die überflüssigen Äste von den Bäumen schneidet)


 

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Verschiedene Meinungen über die rechte Zeit des Holzfällens.

Schon in ältern Forstordnungen findet man bestimmt, dass das Bauholz in den Wintermonathen, als der rechten Wadelzeit, gefällt werden sollte. Die Gründe, welche diese Verordnungen veranlassten, stimmen zwar mit den Begriffen, die man gegenwärtig von der Bewegung des Saftes in den Bäumen hat, nicht ganz überein, indem man als ausgemacht annahm, dass der Saft im Frühjahr aus der Wurzel zurückziehe; indessen schien die Erfahrung die Zweckmäßigkeit ihres Verfahrens zu bestätigen.
[…]
Meinung des Verfassers über die rechte Zeit des Holzfällens.

Um die zweckmäßigste Zeit des Holzfällens zu wählen, muss man, meines Dafürhaltens, auf zwei Gegenstände Rücksicht nehmen:
a) auf die Dauer des Holzes,
b) auf den Wiederausschlag der abgehauenen Stämme.
Da die Erhaltung der Wälder es erfordert, dass man den Wiederausschlag der abgehauenen Stämme so viel möglich begünstigte, so ist die Hauszeit bei dem Holze, das Stockausschlag giebt, in der Jahreszeit zu wählen, die diesen Zweck am meisten befördert. Nach den Erfahrungen, die ich darüber angestellt habe, muss man dergleichen Holz, wenn sonst keine wichtigen Hindernisse, z.B. morastiger Boden u.s.w. eintreten, im Frühling hauen, und zwar am zweckmäßigsten, wenn die Knospen anfangen wollen Blätter zu entwickeln, welches schon ein Theil der Saftzeit ist. Die Erfahrung lehrt, dass der Wiederausschlag der Stubben nur bei jungem Holze statt habe, bei Baumhölzer aber entweder gar nicht eintrete, oder von keinem Werth sey.
Wenn man daher Baumhölzer hauet, so muss man vorzüglich auf die erfolgende längere Dauer des daraus geschnittenen Bauholzes Rücksicht nehmen.
[…]
(Quelle: Hermann Friedrich Becker: Ueber Cultur, künstliche Bildung und Fällung des Schiffsbauholzes. 1804)


Sprichwörter

  • Einem faulen Holzhauer rostet das Beil.
  • Grobe Holzhawer machen grobe Späne.
  • Holzhauer sind auch Leute.
  • Wenn der Holzhauer stark ins Holz haut, so kann dem Zuschauer leicht ein Splitter in den Kopf kommen.

 

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