Die Arbeit früherer Glasmaler können wir noch heute vor allem in Kirchen bewundern,
wo sie durch Lichteinfall besonders zur Geltung kommen.

Bereits Ende des 1. Jahrhunderts gab es Glasmalerei. Das Glas wurde entweder direkt bemalt oder die Farbe wurde aufgeschmolzen.

Glasmalerei

1601 – Glasmalerei mit Schwarzlot [Daniel Lindtmayer]

Die erste Farbe, die den Malern zur Verfügung stand, war das Schwarzlot. Sie bestand aus einer Mischung von gepulvertem Glas und Kupfer- bzw. Eisenhammerschlag. Damit wurden Umrisse und Schattierungen gemalt.

Mehr als ein Jahrtausend später wurde dann Silbergelb (Chlorsilber und Ton) eingesetz.

Seit Anfang des 16. Jahrhunderts finden wir dann eine dritte Farbe: das Eisenrot. Die eingefärbeten Glasstücke wurden dann auf einer Platte mosaikartig zusammengesetzt und mit Blei verbunden, was zu dem Begriff Bleiverglasfenster führte.

Zunächst wurden damit Kirchen- und andere Sakralbauten verziert, später dann auch Fenster von Burgen und öffentlicher Gebäude, wie Ratsstuben, Zunfthäuser. Aber nicht nur Fenster und Türen wurden bemalt, auch als Zierbemalung von Glasgefäßen wurde sie gern eingesetzt.
Gegen Mitte des 17. Jahrhunderts trat die Glasmalerei jedoch wieder in den Hintergrund und verschwand fast ganz.

 


Berufsbezeichnung

Glasmaler

verwandte Berufe:   Dekorationsmaler,   Porzellanmaler,   Glaser


Produktion eines farbigen Glasfenster

Zunächst zeichnet der Glasmaler einen Entwurf des späteren Motivs auf eine Pappe. Anschließend wird diese so zerschnitten, dass sich einzelne Flächen wie Puzzleteile ergeben. Sie dienen als Vorlage für das Glas, welches nun ebenfalls in Stücke zerschnitten wird. Die einzelnen Glasscherben werden angemalt und danach wieder zusammengesetzt. Früher benutzte man zum befestigen Blei.

 

Glasmaler, Glasmalerei, Fenster


 

Buchempfehlungen:

  • Heinrich Oidtmann: Die Geschichte der Schweizer Glasmalerei. Leipzig 1905
  • Leo Balet: Schwäbische Glasmalerei. Stuttgart 1912
  • C. Schäfer: Die Glasmalerei des Mittelalters und der Renaissance. Berlin 1881

 


 

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