Modistin, HutmacherinDer Modist oder die Modistin fertigen für die Damenwelt schlichte bis feinste Kopfbedeckungen aus Filz,Tuch, Seide oder Stroh. Dazu erstellen sie Schnittmuster, schneiden dementsprechend Stoffteile zu und nähen die verschiedenen Schichten zusammen. Manche Mützen werden auch gestrickt.

„Die Mode der Damenhüte ist schnellen und häufigen Änderungen unterworfen, die Herstellungsweise bleibt sich immer gleich: Mittels der verschiedenen Arbeitsmethoden und -techniken (Ziehen, Formen, Pressen, Dämpfen, Appretieren, Lackieren, Schneiden usw.) werden auf besonderen Holzformen aus Filz- und Stoffstumpfen, aus Kunst- und Naturstroh die verschiedensten Hüte geformt. Handgeschick und flinke Hände gehören neben Formensinn und Schönheitsempfinden unbedingt zu den Eigenschaften, die der Damenhutmacher besitzen sollte. Lehrzeit in Industrie und Handwerk 3 Jahre.“
[W. Leber / B. Burges: Der junge Mann vor der Berufswahl, hallwag Verlag, Stuttgart 1966]


Berufsbezeichnungen und verwandte Berufe

Aufsteckerin, Damenhutmacher, Haubensteckerin, Modist(in), Prunkmakerske (nieders.), Putzmacher(in), Upstekersche

verwandte Berufe: Hutmacher, Mützenmacher


Putzmacher, Damenhut, Damenhüte, Hutmode, Modisten

um 1789-1815 [Sammelbild Christoph]


Hutformen für Damenhüte

%d Bloggern gefällt das: