“Im Märzen der Bauer sein Rößlein anspannt …” – so war das jedenfalls bis ins 20. Jahrhundert.

Der Bauer, der im moderneren Sprachgebrauch Landwirt genannt wird, erwirtschaftet mit seiner Arbeit bis heute die Grundlage für die Ernährung und damit für den Fortbestand unserer menschlichen Existenz. Vor dem Übergang vom Mittelalter zur frühen Neuzeit betrug die Bauernschaft in Europa 90% der Gesamtbevölkerung.

Der KAISER, sagt: ich fordere den Tribut.
Der EDELMANN, sagt: ich habe ein freies Gut.
Der PFARRER, sagt: mir gehören die Stölgebühren.
Der JUDE, sagt: ich muß von dem Profite leben.
Der SOLDAT, sagt: ich bezahle nichts.
Der BETTLER, sagt: ich habe nichts.

Der BAUER, sagt: ich lasse den lieben Herrgott walten,
ich muß ja euch alle sechs erhalten.


 


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Sammelbild, Bauer, Aussaat

Hanauer Bauern


“Stolz trägt der Hanauer seine Marderfellmütze, und weithin leuchtet seine rote Weste, die auf der Brust und am Hals kunstvoll mit gelber und grüner Seide bestickt ist. Auch der Mittelsteg der Hosenträger bietet Platz genug für ein Ornament, wie es von geschickten Frauenhänden nach alten Vorlagen hineingestickt wurde. Die blauen Strümpfe wurden nur zur Arbeit getragen, am Feiertag weiße.”

 


 

 


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