Der Fotograf.

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„Zwischen dem blossen ‚Knipsen‘ und dem kunstgerechten Photografieren, das ein eigentliches Bildgestalten ist, besteht ein grosser Unterschied. Der angehende Photograph muss lernen, die verschiedenen Kameratypen zu Handhaben, den belichteten Film zu entwickeln, Kopien und vergrösserungen von den Negativen herzustellen, Retouchearbeiten auszuführen (das heisst Ungleichmässigkeiten und Unreinheiten, vor allem bei Portraitaufnahmen, zu beseitigen) Die Aufnahmetechnik ist sehr vielseitig und setzt in jedem Gebiet (Portrait, Landschaft, Szenen, Architektur, Industrie, Technik, Tier- und Naturaufnahmen, Reportage, Werbung, Reproduktion) besondere Kenntnisse voraus. Selbstverständlich muss der Photograph nicht nur mit dem Photographieren vertraut werden. Die technisch saubere Photographie hängt von der Fähigkeit ab, die Objektive und Filter, Blenden und Verschlüsse, Salze und Lösungen, das Filmmaterial und die verschiedensten Hilfsmitel und Geräte richtig anzuwenden.
Der wirklich gute Photograph ist aber ein Meister nicht in erster Linie deswegen, weil er die technischen und handwerklichen Berufskenntnisse besser beherrscht, sondern dass er ein Gefühl für Bildwirkung entwickelt, dass er Sinn und Feingefühl für den Aufbau und die Gestaltung der Bilder besitzt und er mit dem Auge des Künstlers sieht.
Wer einmal eine Photoausstellung besucht, kann sich von der immer wieder überraschenden Wirkung erstklassiger Photobilder überzeugen.
Eine vielseitige Begabung, geistige Beweglichkeit, Einfühlungsvermögen und besondere Empfindungen für Licht- und Farbwirkungen sind neben einer sehr guten Beobachtungsgabe wichtige Voraussetzungen für den zukünftigen Photographen. Lehrzeit im Handwerk 3 Jahre.“
(aus: W. Leber / B. Burges: Der junge Mann vor der Berufswahl, Stuttgart 1966)


Berufsbezeichnungen

Fotograf, Knipser (umgsprl.), Lichtbildner
photographer (engl.)

verwandte Berufe

Fotolaborant



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