Sehr einfach gestaltete Perücken wurden schon seit langer Zeit gefertigt, doch besaßen sie mitnichten die Rafinesse der Kunsthaarprachten, die als Mode ab Mitte des 17.Jh. in Frankreich Verbreitung fanden. Wurden sie zuvor nur bei Haarausfall als wenig kunstvolle Ersatz-Kopfbedeckung getragen, war sie nun nicht mehr aus der gaderobe der Adligen wegzudenken. So arbeiteten die meisten Perückenmacher vor allem bei Hofe. Es dauerte nicht lange, und die französischen Perruquiere trugen ihre Handwerkskunst auch in andere Lande.
1716 enstand die erste Perückenmacherzunft in Berlin. Es gab auch eine Perückensteuer, die in Preußen bereits 1717 wieder abgeschafft wurde. Um zu sehen, ob die Perückensteuer bezahlt worden war, wurde ein Siegel auf der Innenseite der Kopfbedeckung angebracht.
Die Perücke erhielt den Status eines Standessymbols und sie wurde alsbald auch von Geistlichen, Gelehrten, Beamten, Richtern und Ärzten zu Repräsentationszwecken getragen.
Doch auch die einfachen Bürger wurden bald von dem neuen Trend erfasst und deckten sich mit den billigeren kurzen Perücken ein.

Perückenmacher, Perücke, Handwerker

1837


Berufsbezeichnungen

Perückenhersteller, Perückenmacher
nl.: Pruikemaker, Perruquier (franz.)

 


Zubehör der Perückenmacher

Perückenmacher, Perruquier barbier, Perücken

Frankreich, 1770

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