Die Schweißer erhitzen Eisenstücke, die miteinander verbunden werden sollen.

„Schweißen. In Amerika ist seit einiger Zeit eine von E. Thomson angegebene Methode, Metallstücke aneinander zu schweißen, in praktischem Gebrauch. Das Prinzip ist, die beiden aneinander zu schweißenden Stücke mit einer Stromquelle zu verbinden und sie aneinander zu pressen. Ist der Strom genügend groß, so erhitzt er die Metallstücke bis zu beliebiger Höhe und zwar an der Trennungsstelle am meisten, da hier dem Stromübergang der größte Widerstand entgegengesetzt wird. Man verstärkt den Strom, bis die Schweißstelle weißglühend ist, und preßt die Stücke zusammen. Die Zusammenstoßstelle wird bei schwerflüssigen Metallen mit Borax, bei leichter flüssigen Metallen, wie Zinn, Blei, mit Zinkchlorid, Harz oder Talg versehen. Äußerst einfach ist es, Ströme von genügender Stärke bei Anwendung von Wechselstrom zu erhalten. Man hat nur nötig, einen Transformator zu Hilfe zu nehmen. Liefert z. B. die Wechselstrommaschine 600 Volt und 20 Ampère, so kann man dies mittels eines Transformators ohne Schwierigkeit in 12,000 Ampère und 1 Volt umsetzen. Diese Stromstärke aber genügt schon, um Stücke von erheblichem Querschnitt in Weißglut zu versetzen. Mittels des elektrischen Stromes lassen sich auf einfache Weise Metalle schweißen, welche bei andern Schweißmethoden erhebliche Schwierigkeiten bieten.“
(Meyers Konversationslexikon, 1885-92)


Berufsbezeichnungen

Schweißersoudeur (franz.), welder (engl.)

Spezialisierungen und verwandte Berufe

Elektroschweißer


Werkzeuge und Ausrüstung der Schweißer

Schweißbrenner, Schweißerbrille, Schweißerhelm


 

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